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Bad Arolsen / Hessen

Wellnesshotels in Bad Arolsen

Bad Arolsen / Hessen

Barocke Residenzstadt in Hessens grünem Norden

Das hessische Heilbad Bad Arolsen liegt ca. 45 km westlich von Kassel in der wald- und wasserreichen Landschaft der Ferienregion „Waldecker Land“. Die Ursprünge von Bad Arolsen reichen zurück bis in das Jahr 1131, als das Augustiner-Chorfrauenstift Aroldessen gegründet wurde. Dieses Kloster war Namensgeber der Stadt und die Wiege des „Hofbrauhauses“, in dem noch heute Bier gebraut wird.

Die einstige reichsfürstliche Residenzstadt derer zu Waldeck und Pyrmont wurde ganz im Barockstil erbaut. Auf den Grundmauern des Augustinerklosters entstand seit 1710 und nach 100-jährigen Baumaßnahmen das Residenzschloss als prächtige Drei-Flügel-Anlage im Vorbild Versailles, damals wie heute das Wahrzeichen der Stadt. Hier wurde 1858 Prinzessin Emma zu Waldeck und Pyrmont geboren, die spätere Königin und Regentin der Niederlande. Noch heute werden Teile des Schlosses von den Nachfahren der Fürstenfamilie bewohnt. Die übrigen Bereiche können im Rahmen von Führungen besichtigt werden. 

Mit einer Länge von 1,6 km und ca. 880 in sechsreihiger Ordnung gepflanzten Eichen bildet die “Große Allee” die grüne Lunge Bad Arolsens. Sie wurde um 1670 von Fürst Georg Friedrich angelegt und durchzieht fast den gesamten Stadtkern. Jährlich Ende Mai / Anfang Juni finden im Festspielhaus „Fürstliche Reitbahn“, die bekannten „Arolser Barock-Festspiele“ statt. Beim bundesweiten Sommer-Klassik-Open Air 2011 an historischen Orten entfaltete auch Nabuccos Gefangenchor seine Glut in der wunderschönen Kulisse des Schlosshofs Bad Arolsen. Direkt gegenüber vom Schloss lohnt ein Besuch des „Christian Daniel Rauch-Museums“, eine Hommage an den berühmten Sohn der Stadt, den klassizistischen Bildhauer und Mitbegründer der Berliner Bildhauerschule.

Nahezu alle durch Sichtfachwerk geprägten Gebäude-Ensemble im östlichen Altstadtbereich sind denkmalgeschützt. Seit 2007 ist Bad Arolsen Mitglied der Deutschen Fachwerkstraße. Doch nicht nur Bad Arolsen hat viel zu bieten. Auch die Stadtteile sind eine Reise wert: Die teilweise über 700 Jahre alten Ortschaften bieten Ihnen ein romantisches und historisches Gemisch, das besonders in den Fachwerkstädten Landau und Mengeringhausen deutlich wird. Hervorzuheben sind das Kloster in Volkhardinghausen, das Spielzeugmuseum in Massenhausen und die Landauer Wasserkunst.

Den Titel „Heilbad“ erhielt Bad Arolsen 1977. Als 1970 im Schlosspark eine Grundwasserquelle erschlossen werden sollte, kam Wasser mit hohen Mineraliengehalt zu Tage. Insbesondere bei Erkrankungen des Bereichs Magen-Darm empfehlen sich Trinkkuren mit dem fluoridhaltigen Calcium-Magnesium-Sulfat-Hydrogencarbonat-Wasser aus dem „Bad Arolser Schlossbrunnen“. „Natürlich gesund“ und abwechslungsreich sind auch Wanderungen durch die von ausgedehnten Wäldern und Seen geprägte Umgebung. Bad Arolsen ist von herrlichen Laub- und Nadelwäldern umgeben und lädt auf rund 400 km markierten Wanderwegen zu Entdeckungstouren auf Schusters Rappen ein.

Reizvoll ist ein Ausflug an die 1979 errichtete Twistetalsperre. Als Schutz vor Überschwemmungen, entstand mit dem Twistesee ein Naherholungsgebiet im Grünen. Ein 7 km langer autofreier Seerundweg mit - frei zugänglichen - Uferstränden lädt zum Laufen, Wandern und Walken ein. Der wunderschöne Twistesee ist auch ein Eldorado für Wassersportler, Angler, Sonnenanbeter und Erholungssuchende und einer der saubersten Stauseen Deutschlands. Am aufgeschütteten Sandstrand mit Strandbad zum Nulltarif, warten ein Café, Kioske, Bootsverleihe und ein im See installierter Wasserski-Lift auf Kundschaft. Eine lautlose und umweltfreundliche Seilbahn zieht Sie für wenig Geld auf einem 800 m langen Kurs über den idyllischen Twistesee, für Anfänger mit 29 km/h bis 58 km/h für Könner. 

Oder Sie melden sich gut eingelaufen beim „Internationalen Twistesee-Marathon an“. Eine Neun-Loch-Golfanlage, Lauftreffs, Sport-und Tennisplätze runden das vielfältige Freizeitangebot ab.

Sehenswertes & Ausflugstipps: 

„Das“ Arolser Kram- und Viehmarkt:  Das größte Volksfest Nordhessens auf dem Königsberg lockt jährlich über 500.000 Besucher an. Auf 10 ha Grünfläche und Straßen versammeln sich jedes Jahr Anfang August rund 60 Vergnügungs-, 50 Gastronomie- und 120 Gewerbeschaubetriebe sowie 250 Krammarktgeschäfte.

Immer wieder sonntags: finden von Anfang Mai bis spät im September die kostenlosen Kurkonzerte in Bad Arolsen an der Trink- und Wandelhalle, Prof.-Klapp-Str. 14, statt.

„Arobella“ Bad Arolsen:  2002 eröffnetes Spaß- und Freizeitbad mit Außenbecken, Saunalandschaft und angeschlossenem Gesundheitszentrum. Eine 100 Meter lange Röhrenrutsche ist nur eine der vielen Attraktionen.

Historische Highlights: Besonders sind die vier Bad Arolser Stadtteile Mengeringhausen, Helsen, Landau und Neu-Berich mit ihren schmucken Fachwerkhäusern zu erwähnen. Die Altstadt von Mengeringhausen hat mit ihren unterschiedlichsten Fachwerkhäusern, wie Nicolaihaus, „Alte Apotheke“ und die Burg noch heute mittelalterlichen Charakter. Auch die dreischiffige Hallenkirche in Helsen, in der Bergstadt Landau das Schloss aus dem 16. Jahrhundert, die historische Trinkwasserförderanlage „Wasserkunst“ und die gotische, kreuzrippen-gewölbte Klosterkirche in Neu-Berich sind lohnenswerte Ausflugsziele. 

Landauer Wasserkunst: An der schönen blauen Watter im Bad Arolser Ortsteil Landau können Sie an Führungen zur historischen Trinkwassergewinnung und -förderung der letzten fünf Jahrhunderte teilnehmen. Die 1535 am Fuß einer Bergkuppe errichtete Trinkwasserförderanlage erleichterte den 65 m höher gelegenen Bewohnern Landaus die Versorgung mit Trinkwasser. Die Förderanlage ist noch voll funktionsfähig.

Museum Bad Arolsen: Das Museum befindet sich in fünf architektonisch unterschiedlichen Gebäuden. Vom Schloss über den Marstall, das Beamten- oder Kaufmannshaus, das Handwerkerhaus bis zum Lakaienhaus reicht das Spektrum. Das Christian Daniel Rauch Museumpräsentiert Werke des Bildhauers sowie der Künstler-kollegen der Goethezeit. Im Westflügel des Residenzschlosses werden Ausstellungen zur zeitgenössischen Kunst und Fotografie vorgestellt. Die Geburtshäuser des Bildhauers und des Historienmalers und Illustrators Wilhelm von Kaulbach, das „Kaulbachhaus“, würdigen die Künstlerpersönlichkeiten, während im noblen Beamtenhaus, dem „Schreiberschen Haus“, die Entwicklung der Residenz erläutert und durch Gemälde und Graphik die Maler-dynastie Kaulbach vorgestellt wird. Der Museumsspaziergang ermöglicht auch das Kennenlernen der barocken Planstadt, die in ihrer Geschlossenheit einmalig ist. 

Wetterburg: Die stattliche „Wetterburg“ steht im gleichnamigen Stadtteil “Wetterburg” und beherbergt heute ein Restaurant in dem unter anderem Ritteressen angeboten werden. 1576 wurde sie zum Schloss auf dem Gelände der Vorburg, einer alten Wehrburg auf der Bergzunge zwischen Twiste und Aar, ausgebaut und 1669 nach einem Brand erneuert. Die ältere Anlage war ab 1306 von den Waldeckern als Schutz gegen Köln und Paderborn erbaut worden.

Waldecker Spielzeugmuseum: Über 100 Jahre Spielzeuggeschichte in zahlreichen Facetten zeigen die rund 2.000 Exponate des im Ortsteil Bad Arolsen-Massenhausen gelegenen Museums. 

Korbach (20 km): Mit mittelalterlichem Stadtkern, vielen Veranstaltungen zwischen Kilianskirche und Nikolai-kirche ist das über 1000 Jahre alte Korbach immer einen Besuch wert. Hier erfahren Sie auch die spannende Geschichte über Hessens einzige Hansestadt. Oder Sie folgen dem Rundweg auf dem Eisenberg und begeben sich auf die Spuren der Goldsucher. Besichtigen Sie die Burgruine und genießen Sie die Aussicht vom Georg-Viktor-Turm. Von Mai-Okt. können Sie an abenteuerlichen Führungen im Goldbergwerk teilnehmen, wo bereits im Mittelalter Gold abgebaut wurde.

Edersee-Stausee (40 km): Rund um den drittgrößten Stausee Deutschlands inmitten der reizvollen Mittelgebirgslandschaft des Natur- und Nationalparks Kellerwald-Edersee führen herrliche Wander- und Radwege. Die wuchtige Staumauer sperrt das Edertal und schuf vor rund 100 Jahren eine zauberhafte Seenlandschaft von 27 km Länge.

Bilder mit freundlicher Genehmigung vom Touristik-Service Bad Arolsen