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Sitzen, atmen, dehnen - Yoga zur Corona-Prophylaxe und das Potential dieser Zeit

In Corona-Zeiten ist unser Alltag in vielen Bereichen auf den Kopf gestellt. Wie wäre es, wenn ihr diesen Lebensabschnitt als eine Chance betrachtet, eure Perspektive zu wechseln, in euch zugehen und das Potential zu erkennen, das diese Epoche des Rückzugs mit sich bringt? Vielleicht habt ihr jetzt endlich Zeit, über das Leben nachzudenken, denn im hektischen Alltag ist eher selten Raum dafür. Jetzt dürfen wir innehalten, im Moment leben, diesen bewusst genießen und Kontakt zu eurem inneren Selbst aufnehmen.

Winter als Zeit der Ruhe und Einkehr

 

Welche Zeit wäre hierfür besser geeignet als der Winter, wenn sich in der Natur die Kraft der Pflanzen nach innen in den Stamm und die Wurzeln zieht und sich für das Frühjahr sammelt. In der Chinesischen Medizin ist der Winter die Yin-Zeit - eine Zeit der Ruhe und Einkehr, um über die Vergänglichkeit des Lebens nachzudenken. So wie die Bäume die Blätter verloren haben, so vergeht fast alles, was wir erleben, haben und (scheinbar) besitzen. So wie nach dem Winter wieder das Frühjahr kommt, so kann jede Veränderung und sogar ein Verlust mit der richtigen Einstellung eine Quelle von Freude und spirituellem Wachstum sein.

 

Nutzt die Yin-Wellnesszeit zu Hause

 

Um dieses Potential zu erkennen und optimal auszuschöpfen, stellen wir euch Ideen vor, wie ihr eure Yin-Wellnesszeit zu Hause nutzen und dabei euer Immunsystem stärken könnt. Zugleich entflieht ihr garantiert dem Winterblues. Am besten integriert ihr eure Übungen in eure Morgen-, Mittag - oder Abendroutine und nehmt euch jeden Tag ca. 5 bis 10 Minuten Zeit. Ja, das genügt tatsächlich!  Atmet tief durch: Setzt euch aufrecht auf einen Stuhl oder besser noch auf ein Kissen auf den Boden. Wenn es für euch möglich ist, im Schneidersitz zu sitzen, ohne dass der Rücken rund wird, prima. Schließt die Augen und lasst eure Gedanken ziehen.  Bringt eure Aufmerksamkeit auf euren Atmen und atmet tief durch die Nase ein bis in den unteren Bauch und durch die Nase wieder aus. Stellt euch vor, dass ihr bei der Einatmung positive, neue Energie aufnehmt und bei der Ausatmung alles Alte und Verbrauchte loslasst. Gebt nicht auf, wenn es anfangs unangenehm ist oder nicht „richtig“ funktionieren möchte – die Atmung vertieft und verlängert sich mit jedem Zug.

Die Atmung als Schlüssel zum Wohlbefinden

 

Im Yoga gibt es eine Vielzahl von Atemübungen (Pranayama), die die Lunge stärken und den Atem verlängern. Betrachtet diese Auszeit auf eurem Kissen oder eurer Matte als eure persönliche Wellness-Auszeit und versucht, euch dabei ganz bewusst zu spüren und die Gedanken zur Ruhe kommen zu lassen. Wenn ihr regelmäßig Atemübungen macht, werdet ihr sehen, wie wirkungsvoll und reinigend (geistig und körperlich) diese sind.

 

Asanas als Prophylaxe

 

Stillsitzen ist nicht so euer Ding? Kein Problem: Es gibt eine Reihe von Asanas (Körperhaltungen) im Yoga, die eine ausgezeichnete Prophylaxe gegen Erkältungen und Atemwegsinfektionen sind. Dazu zählen die sogenannten Rückbeugen, auch „Herzöffnungen“ genannt. Beim „Fisch“ oder der „Schulterbrücke“ wird die komplette Körpervorderseite gedehnt, der Energiefluß wird angeregt und die Atmung befreit. Das macht uns empfänglich, glücklich und offen und bringt uns mit unserem Herzen – also mit uns selbst - in Verbindung. 

 

Was die Großmutter schon wusste

 

Für noch mehr Wellness zu Hause und Corona-Prophylaxe eignen sich altbewährte Hausmittel wie Nasenduschen und Gurgeln mit Salzwasser und/oder Gurgellösung mit Salbeitee, insbesondere nachdem ihr mit Menschen zusammen wart. Das reinigt die Atemwege und wehrt Bakterien und Viren ab. Zu guter Letzt ein Ayurvedisches Rezept:

-          Ingwer

-          Schwarzer Pfeffer

-          Zimt

-          Kardamom

-          Basilikum

-          Süßholz

Hier macht ihr euch am besten einen Tee (je 1/2 TL Kräuter pro Tasse, 6 min. kochen lassen) und trinkt diesen dreimal täglich ohne Zucker oder Milch. So bleibt ihr garantiert im Gleichgewicht, nutzt optimal das Potential dieser Zeit und blickt voller Freunde auf den kommenden Frühling.

Dann heißt es wieder: Zeit für Neues, Zeit nach Außen zu Gehen in die turbulente Welt.  

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