Thermal-Lex: ganz klassisch - kleines SPA-Begriffslexikon

Griechen und Römer waren wahre Meister in der Kunst des Badens. Auch die orientalischen Hamans bauten auf der römischen Badekultur auf. Noch heute orientieren sich viele Thermen & Wellness-Oasen an den imposanten Badetempeln und den Bade-Riten der Römer. Mit ihrem ganzheitlichen Ansatz, dem Wechsel zwischen sanfter Aufwärmung, Schwitzbad und gezielter Abkühlung, aktiver und passiver Entspannung, waren sie für einen zeitlos hochwirksamen SPA-Genuss konzipiert.

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Balneologie "Wasserkunde". Heute ein Zweig der Medizin, der die Zusammensetzung von Heilquellen und Peleoiden (heimischen Bodenschätzen) auf ihre Heilwirkung hin untersucht.
Balneotherapie

Anwendungen mit Mineral-Thermalwasser oder Meerwasser in Verbindung mit Schlammbädern, Packungen und Wickeln (z. B. Fango, Moor, Schlick).

Caldarium

Im gefließten Caldarium werden bei Temperaturen um ca. 45 Grad Celsius heiße (Kräuter-) Dämpfe eingeatmet, die wohltuend auf Schleimhäute und Bronchien einwirken, auch wird der Körper auf höhere Temperaturen vorbereitet.

Dampfbad

Entspannendes (Dampf-) Bad zur porentiefen Körperreinigung mit Temperaturen von 40 bis 50° Celsius. Die hohe Luftfeuchtigkeit von rund 100% wirkt sich äußerst wohltuend auf Haut und Atmungsorgane aus.

Danarium

Kreislaufschonende Saunavariante mit gemäßigten Schwitz-Temperaturen von 45 - 60 Grad Celsius, häufig kombiniert mit Aroma- & Farblichttherapie.

Frigidarium

"Kaltwasserbad", ein unbeheizter Raum mit Kaltwasserbecken zur Abkühlung, Abhärtung und Kreislaufanregung.

Hamam

Während sich die bei uns auch als "Türkisches Bad" bekannten Hamans, großer Beliebtheit erfreuen, werden ihre klassischen Vorbilder in der Türkei vielerorts geschlossen, die verbleibenden erfreuen sich steigender Touristenbeliebtheit. Das Ritual basiert auf Schwitzbad, Seifenmassage und Abreibung. Im mäßig warmen Raum mit etwa 35 Grad Celsius kann sich der Körper an die Wärme gewöhnen. Danach geht es in den heißen Raum. Statt des römischen Wasserbeckens gibt es hier in der Mitte den so genannten Seifenstein. Vor dem Schwitzen steht traditionell die Seifenmassage auf dem Seifenstein auf die eine Abreibung mit einem Ziegenhaar-Handschuh folgt.

Heilbäder

Anerkannte Kurbäder, auch Seebäder mit Einrichtungen, die mit anerkanntem natürlichem Heilwasser und Peloiden (heimischen Bodenschätzen) arbeiten und komplexe therapeutische Möglichkeiten ermöglichen.

Heilwasser

ist ein klassisches Naturheilmittel. Anerkanntes natürliches Heilwasser muss den natürlichen Inhaltsstoffen eine gesundheitsfördernde Wirkung nachweisen und attestieren. Der gesetzliche Leitsatz setzt voraus, dass es Krankheiten vorbeuget, sie lindert oder heilt - in durch Erfahrung überlieferter, bewährter, wissenschaftlich anerkannter Weise und durch ständige Qualitätskontrollen.

Hydrotherapie

Wassertherapie": Durchführung von Therapien, in deren Rahmen die physischen Eigenschaften des Wassers genutzt werden (aktive, auch passive Bewegungstherapie). Schon in der Antike wurde die methodische Anwendung von Wasser (griech.= hydros) im Mittelmeerraum zur Abhärtung, Vorbeugung und Behandlung genutzt.

Laconium

"Schwitz-Bad", bez. einen gefliesten Schwitzraum, in dem die Lufttemperatur bis zu 75 Grad Celsius betragen kann.

Rasul-Bad

Orientalische Badezeremonie, die die Wirkung von Schlamm- oder Algenpackungen durch den Aufenthalt im Dampfbad optimiert.

Römisches Bad

Die Römer entwickelten die Badekultur der Griechen weiter. 305. v. Chr. besaß Rom die erste große Wasserleitung (Aqua Appia), und zu dieser Zeit wurde bereits ein öffentliches Badehaus (Balneo) eingerichtet. 25. v. Chr. Eröffnete der Staatsmann und Feldherr Agrippa in Rom das erste großzügige Badehaus, die "Thermae". Zur Grundausstattung eines antiken Bades gehörten drei Haupträume: Warmraum (Tepidarium), ein Warm- bzw. Heißwasserbad (Caldarium), daneben ein Schwitzraum (Laconium) und zur Abkühlung ein Kaltraum (Frigidarium). Gleichzeitig war das Bad war ein Zentrum der Freizeitgestaltung und Kommunikation. So fand man um die Wasserbecken herum Ballspiel-, Gymnastik- und Massageplätze. Männer und Frauen badeten normaler Weise getrennt. Auf Grund des 1. Wellness-Booms wurde der Raum bald knapp und verschiedene Badezeiten mussten festgelegt werden. Kaiser sponserten Bäder und Eintritte und genossen ab und an ein wohltuendes Bad in der Menge.

Römisch-Irisches Bad

Im "Römisch-Irischen Bad" vereinen sich zwei traditionsreiche europäische Badekulturen zu einer wohltuenden Symbiose. Im römischen Stil badete man überwiegend in warm-trockener Luft, während der irische Brauch auf einem anregenden Dampfbad beruht. Erst der irische Arzt Dr. Barter erkannte gegen Ende des 18. Jahrhunderts, welch außergewöhnlich förderliche und heilende Wirkung die Kombination hat, zumal die Römer ja nie bis nach Irland kamen. 1877 wurde das erste Römisch-Irische Bad in Baden-Baden eröffnet.

Sanarium

Sanfte Sauna-Variante mit mäßigen Temperaturen von 60-70 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von ca.40 %. Aufgüsse erfolgen automatisiert und regelmäßig. Hier lässt es sich länger aushalten als in der heißeren Saunavariante.

Sauna

"Sauna" stammt aus dem Finnischen und heißt soviel wie "Raum aus Holz". Das Schwitzbad wird dort seit Jahrhunderten praktiziert. Eisige Winter förderten die Heiß-Luft-Liebe. Typisch sind hohe Temperaturen zwischen 85 und 100 ° Celsius und eine geringe Luftfeuchtigkeit, 5 bis max. 15 %.

SPA

Aus lt. "sanus per aquam" = Gesund durch Wasser. Auch stand das Kürzel dem belgischen Kur- und Badeort SPA Pate. Heute bezeichnend für Wellnesseinrichtung mit Bade- und Saunenlandschaft und einem ganzheitlichem SPA-Konzept.

Tepidarium

Entspannungsraum zum Aufwärmen mit lauwarmen, entspannenden Temperaturen, als Warmluftbad oder Dampfbad.

Thermal- und Mineralquellen

Stammen aus den unterschiedlichsten Tiefen. Bis sie natürlich oder gefördert an die Oberfl äche treten, sind sie Jahrzehnte, Jahrhunderte, Jahrtausende, in geologischen Zeiträumen gerechnet sogar Millionen von Jahren tief im Erdinnern wie Kristalle eingeschlossen und dem globalen Wasserkreislauf (Verdunsten, Niederschlag, Versickern) entzogen. Fossile Tiefenwässer enthalten die Kraft und Reinheit einer von Menschenhand unberührten Welt. Auf ihrem Weg durch die Tiefen haben sie Mineralien und Spurenelemente in den unterschiedlichsten Zusammensetzungen und Konzentrationen gelöst und in sich aufgenommen.

Thermal-/Mineralbäder

Wirken sich wohltuend auf den gesamten Organismus aus. Die heißen Quellen haben oft mehr zu bieten als Entspannung und wohlige Wärme. Viele der Thermalwässer sind staatlich anerkannte Heilwässer und werden als therapeutische Kurmittel genutzt.

Therme

aus griech. "Thermos" für Wärme. "Thermae" nannten sich auch die antiken Badehäuser, sprich die “SPA“-Tempel der Römer. im Unterschied zu Thermalquellwasser (lt. Def. konstant ab 20 Grad Celsius ab Quelle) ist der Begriff Therme nicht klassifiziert. Auch Quell- und Leitungswasser kann künstlich auf optimale Badetemperaturen erhitzt werden.

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